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Mein Papa - Episode II

Habe mir soeben nochmals meinen ersten Eintrag zum Thema durchgelesen - Wahnsinn! Vor allem deshalb, weil es im Dezember/J?nner laut ?rzten keine Rettung mehr gegeben h?tte und mein Papa auch wirklich schon nahe dran war zu sterben. Jeder, der in gesehen hatte, war der Meinung, das nun das Ende nahe sei. Hey, es kamen sogar entfernt Bekannte vorbei, die meine Mutter Gottes dabei hatten und f?r ihn beteten. Jedenfalls: meinem Papa gings damals extrem schlecht und nahezu jeder hatte ihn bereits abgeschrieben.

Was das bedeutet ist schwer in Worte zu fassen. Nur soviel: wir sind durch die H?lle gegangen! Ab Ende Dezember startete ich einen letzten Versuch mit einer Alternativbehandlung. Aufgrund des Tipps eines Arbeitskollegen nahm ich Kontakt mit einem Zellbiologen auf, der eigentlich Krebsforschung betreibt, aber eben auch bei Leberzirrhose helfen kann. Ich war einige male bei ihm und musste ihm auch 2 Blutprobem meines Vaters mitbringen.

Das h?rt sich einfacher an, als es war. Meinem Papa ging es so schlecht, dass er unm?glich zur ?rztin h?tte gehen k?nnen, um sich das Blut nehmen zu lassen. Er war ja kaum bei Bewusstsein! Jedenfalls kam unsere Haus?rztin zweimal nach der Arbeit zu uns und ich hab dann am n?chsten Morgen das Blut zum Zellbiologen gebracht. Dieser hat daraufhin gemeint, wichtig sei es, die Nieren und die Leber zu entlasten (no na net) und auf das zu setzen, was im K?rper noch funktioniert. Empfohlen hat er uns dann Cyl und Panaceo med. Zwei Dinge, die eigentlich keine Medikamente sind und jedermann zu sich nehmen k?nnte. Aufgrund der ausweglosen Situation begannen wir dann mit der Behandlung damit.

Wie durch ein Wunder ging es meinen Papa dann auch langsam besser. Wir waren schon froh, dass er im Bett beim Waschen usw. wieder leicht helfen konnte. Zum Gl?ck ging es weiter aufw?rts mit ihm. Wir h?tten nie mehr damit gerechnet, aber nach ca. 2 Monaten Bettl?gerigkeit war er schon so "gesund", dass er wieder f?r kurze Zeit aufsitzen und sp?ter auch aufstehen konnte. Papa das erste mal wieder gemeinsam am Tisch beim Mittagessen. War damals unglaublich und ein Wahnsinn!

Es ging weiter bergauf und im M?rz ging es ihm wieder perfekt. Er war geistig wieder voll da - so gut wie schon sei Ewigkeiten nicht mehr - und konnte auch herumgehen. Im Endeffekt war er besser beieinander, als vor der Diagnose "Leberzirrhose". Auch wenn er vielleicht keine 100 mehr werden w?rde, so schien es doch so, als ob er noch einige Jahre gemeinsam mit meiner Mama die Pension geniesen k?nnte.

So weit, so gut. Leider soll es aber anscheinend nicht so sein, denn mein Papa hat wieder zu trinken begonnen!!! Unvorstellbar, oder? Wie es dazu kommen konnte? Mein Onkel und gleichzeitig Nachbar hatte leider Anfang April einen schweren Schlaganfall und war lange Zeit im Krankenhaus. Wir haben auch einen Schl?ssel f?r seine Wohnung. Was tut mein Papa also? Nimmt heimlich den Schl?ssel, geht runter in seine Wohnung und beginnt, seinen Biervorrat zu trinken... Nat?rlich sind wir dahintergekommen, aber mein Papa will weiterhin sein Bier. Und wenn ich schreibe, er will sein verdammtes Bier, dann meine ich das auch so. Ist n?mlich keines im Haus, dann dreht er f?rmlich durch und zuckt aus. Glaubt mir, nach ein paar Tagen denkt man sich dann: "Na gut, da hast dein bl?des Bier du Idiot!".

Auf meine Frage hin, ob er denn wieder krank werden will meinte er: "Is mir egal, au?erdem habe ich eh nix gesp?rt!". Darauf gefragt, ob er denn sterben will kommt dann: "Mir auch egal..." Mir v?llig unverst?ndlich, zumal er von August bis April keinen Tropfen getrunken hat. Und wer jetzt schreit "Entziehungskur!" - das hilft nichts! Wenn der Patient selber nicht im Geringsten den Willen hat, vom Alkohol weg zu kommen, dann ist eine solche Kur sinnlos.

Fazit: Mittlerweile trinkt mein Papa t?glich einige Biere, erh?lt sein Cyl und Panaceo med nach wie vor und ist - oh Wunder - schon wieder viel schlechter beieinander. Im Augenblick kann er grade noch aufstehen, essen und zum WC. Wenn er so weitermacht, wird er bald wieder ans Bett gefesselt sein. Absolut krank, oder? Die ?rmste in der ganzen Geschichte ist meine Mutter. Mal sehen, wie es weitergeht...
22.7.10 09:52
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Helenskaya (23.7.10 10:14)
Das ist wahrlich eine verzwickte Zwickmühle, tut mir echt leid für Dich/Euch, irgendwie scheint man in dieser Situation immer zu verlieren, egal ob so oder so...

Liest sich fast so, als ob man die helfende Hand ausstreckt und dann übelst in die Finger gebissen wird

"Sein Schicksal schafft sich selbst der Mann!" - Gottfried Kinkel


Gerhard Rohrer (23.7.10 10:16)
Du sagst es! Was soll man da noch machen? Immerhin wissen wir, wirklich alles für ihn getan zu haben. So kanns eh nicht mehr lange weitergehen - aber das is ihm ja egal... krank!

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